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Vergeht die Zeit zu schnell?

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Bild des Benutzers gerd
Gespeichert von gerd am 1. Juni 2014 - 11:51

Wie oft hast Du schon gehört, die Zeit vergehe mit fortschreitendem Alter immer schneller?

Unser Gehirn versucht, sich sparsam zu verhalten, wenn es gerade keine interessanten Aufgaben zu lösen gilt. Benötigt es doch bis zu 20% unseres Energieverbrauchs.

Ich habe Familien kennen gelernt, die seit 23 Jahren jeden Sommer mit den selben Menschen am selben wunderschönen Ort verbringen. Und ist es nicht toll, so einen schönen Ort gefunden zu haben? Unser Gedächtnis findet das auch toll, es kann nämlich sparen. Es fasst all die 23 Jahre in ein einziges Erlebnis zusammen. In welchem Jahr haben wir diese andere Familie kennen gelernt? War es das Jahr, in dem es mal geregnet hat? Fehlanzeige. Unsere Gedächtnis weiß nur noch, dass es 23 Jahre waren und fasst sie zu einer einzigen wohligen Erinnerung zusammen.

Immer mehr Jahre verbracht zu haben und doch nur eine einzige zusammengefasste Erinnerung daran zu haben. So fühlt es sich an, wenn die Zeit immer schneller vergeht. Unser Gedächtnis spart, weil es nichts Neues gibt.

Vor vielen Jahren habe ich eine 17-Tägige Reise durch Ägypten gemacht, Oasen erlebt, in vielen heißen Quellen gebadet. Durch die Schwarze Wüste, die Weiße Wüste, durch die große Sandsee. Und ich kann heute noch, nach vielen Jahren, Geschichten erzählen, was wir an welchem einzelnen Tag erlebt haben.
Hier vergeht die Zeit nicht immer schneller. Wenn ich mich daran erinnere, bin ich wieder mitten drin, mit allen Sinnen. An jedem erinnerten Tag etwas anderes.

Vielleicht ist das Gefühl, wenn die Zeit schneller zu vergehen scheint, ein sanfter Hinweis, das Leben interessanter zu gestalten. Nicht nur Neues zu tun, sondern es auch auf eine neue Art und Weise zu tun.

Eine der vielen Idee, das Leben automatisch immer interessanter zu gestalten, habe ich bei Karen Pryor(*) geklaut. Sie beschreibt einen Hund, der mit viel Spaß ständig von sich aus neue Dinge tut und neue Ideen zeigt. Seine Familie hat ihn als Welpen mit der Klickermethode positiv bestärkt, sobald er etwas Neues gemacht hat. Statt nur dann zu belohnen, wenn er gehorcht. Das hat ihn zum interessantesten Hund gemacht, den man sich vorstellen kann.

Und so kannst Du Dich selbst belohnen und einen positiven Anker feuern, wenn Du etwas Neues gemacht hast oder es auf neue Art und Weise gemacht hast. Oder Du spielst mit Deinem Partner ein Spiel, einen positiven Anker zu feuern (oder mit etwas Neuem zu belohnen), sobald der andere etwas Neues macht oder eine neue Idee hat.

Und nun viel Spaß dabei, Deine Zeit und Dein Leben intensiver wahrzunehmen.

Dein Gerd

(*)Karen Pryor: Positiv bestärken - sanft erziehen. Was die Tiertrainerin beschreibt, hat viel damit zu tun, was wir im NLP Ankern nennen. Du kannst viele Ideen aus ihrem Buch über Hundetrainings auf das Ankern von Menschen übertragen, wie Du auch viele Ideen und Techniken aus meinem Buch auf Tiertrainings übertragen kannst.